Biederlack, Wohndecken, Wolldecken, Heimtextilien, Umwelterklärung

Umwelterklärung der Hermann Biederlack GmbH + Co. KG, Greven

Die Firma Hermann Biederlack verwendet schadstoffarme bzw. schadstofffreie Färbemittel. Bei der Verarbeitung von Rohstoffen wird darauf geachtet, möglichst umweltschonende Chemikalien zu verwenden und möglichst wenig Energie im Produktionsprozess zu verbrauchen.
Zudem sind alle von Hermann Biederlack produzierten Produkte mindestens Ökotex100 zertifiziert, wobei diese Zertifizierung bereits seit 2009 auch auf Zukaufartikel ausgeweitet wurde. In Zusammenarbeit mit Umweltlaboren und einem Hygieneinstitut werden kontinuierlich die Schadstoffe überprüft.

Im Rahmen der in 2013 erfolgten Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001:2011 werden regelmäßig operative und strategische Energieziele definiert. Das erste Ziel, den Strom- und Heizbedarf je produziertem Stück Decke um 20% gegenüber dem Verbrauch aus 2012 zu senken wurde statt in 2018 bereits in 2014 erreicht.

 

Umgesetzte Energiesparmaßnahmen bis 31.12.2016:

  1. Einführung eines Lastspitzenregelgerätes flankiert von zahlreichen Energiesparmaßnahmen mit dem Erfolg einer ganzjährigen Senkung der absoluten Lastspitze von 2009 bis 2016 um über 600 KW.

  2. Virtualisierung der EDV-Serverlandschaft mit einer Stromersparnis gegenüber den Einzelgeräten von nahezu 90%.

  3. Einführung einer Steuerungssoftware für Druckluftkompressoren, regelmäßige Wartungsläufe für Druckluftleitungen verbunden mit einer Reduzierung des angebotenen Drucks um 2 bar mit dem Erfolg von Stromeinsparungen bei der Produktion von Druckluft von über 50%.

  4. Sukzessive Umstellung von PC’s von Verwaltungsmitarbeitern auf stromsparende ThinClient’s.

  5. Einbau von fast 20 Energiesparumrichtern bzw. Frequenzumrichtern, die den Stromverbrauch von Beleuchtungen, Gebläsen, Absaugungen und Klimaanlagen zwischen 20% und 50% und insgesamt um mehr als 250.000 kWh p.a. reduzieren.

  6. Die Erneuerung von über 1.000 Leuchtstoffröhren, die teilweise durch LED-Technik ersetzt wurden, flankiert von einem verstärkten Einsatz von Bewegungs- und Tageslichtsensoren führte insgesamt zu einer weiteren Einsparung von mehr als 250.000 kWh p.a.

  7. Nach der Analyse des Dampf- und Stromverbräuche in Kooperation mit der FH Steinfurt bzw. dem Lehrstuhl von Herrn Prof. Dr.-Ing. Bernd Boiting (Fachbereich Energie-Gebäude-Umwelt) wurde in 2015 die Schweröl-Feuerung durch eine moderne Gasheizung ersetzt. Im Zuge der Erneuerung wurde ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk zur Eigenversorgung angeschafft. Aus diesen Maßnahmen ergibt sich u.a. eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 800 t p.a.

 

Auch die Themen Müllvermeidung, Recycling und Abfallreduzierung wurden vorangetrieben. Bereits in 2009 wurde ein GENESIS Workshop in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung TCW München zur Steigerung der Materialeffizienz und Abfallvermeidung durchgeführt.

In 2013 wurde ein von der Deutschen Materialeffizienzagentur (demea) unterstütztes Projekt zum produktionsintegrierten Umweltschutz unter Leitung von Herrn Prof. Marzinkowski (FH Wuppertal) durchgeführt. Durch das Projekt können seit Projektende jährlich bis zu 15 t Chemikalien und 10.000 m³ Abwasser vermieden werden. In 2014 wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) fortgesetzt. Die gesetzten Ziele wurden übertroffen.

Seit 2013 wird zudem an der Rückgewinnung von Acrylfasern aus Spinn, Scher- und Rauabfällen gearbeitet. Ziel ist die Rückführung von etwa 100 to Acrylfaserabfällen p.a. zurück in den normalen Produktionsfluss.

Zwischen 2014 und 2016 wurde der Anteil der papierlosen weil elektronisch übermittelten Aufträge und Rechnungen bei Biederlack auf über 60% erhöht. Der Anteil soll durch stärkeren Einsatz von Emails und E-Post bis 2020 auf über 80% gesteigert werden.

In 2015 nimmt das Unternehmen am renommierten Ökoprofit-Projekt des Kreises Steinfurt teil. Ziel des Projektes ist die systematische Verbesserung der Energieeffizienz, des Schadstoffausstoßes sowie der Arbeitssicherheit im Unternehmen. Des Weiteren wird ein qualifiziertes Umweltprogramm definiert. Die dazu stattfindenden monatlichen Gruppentreffen der beteiligten Unternehmen führen zu einem positiven Erfahrungsaustausch. Die Treffen werden von der B.A.U.M. Consult und Wesseling GmbH moderiert.

Auch durch verstärkten Einsatz von Zukaufgarnen, die fast ausschließlich aus Rohstoffregeneraten gewonnen werden, reduziert sich die Umweltbelastung.


 

Weitere geplante Maßnahmen ab 2017

Biederlack prüft derzeit verstärkt Maßnahmen zur Abwärmevermeidung und/oder Abwärmenutzung. Durch die möglichen Maßnahmen könnten bis zu 400 MWh Wärme vermieden und/oder zurückgewonnen werden.

Biederlack ist permanent bemüht in allen Produktionsstufen und Verwaltungsbereichen Energie zu sparen, Müll zu reduzieren bzw. zu recyceln.

Die Einführung eines Umweltmanagementsystems ist erfolgt. Die Zertifizierung des Systems nach ISO 14001 wird in 2018 beabsichtigt.

Greven, 31.05.2017
Die Geschäftsleitung